Friday, January 20, 2023

Testbericht: Puma Fast-Trac Nitro (German)

Artikel von Markus Zinkl, Nils Scharff & Marcel Krebs

Link zum englischen RTR-Test des Puma Fast-Trac Nitro: HIER

Link zu allen RTR-Testberichten: HIER


Puma Fast-Trac Nitro (119,95€)



Einleitung



Markus: Der Puma Fast-Trac Nitro ist die etwas robustere Variante des Puma Velocity Nitro 2, Pumas Daily Trainer für die Straße. Der Fast-Trac Nitro kommt mit einer dual-density Mittelsohle daher, ein Mix aus Pumas supercritical “Nitro” Superschaum und ihrem EVA basierten Profoamlite Material. Außerdem wurde das Obermaterial verstärkt und das Profil der Außensohle für den Einsatz im Gelände verändert. Puma platziert das Modell in die All-Terrain Kategorie und will somit sowohl den Einsatz auf der Straße, als auch im Gelände abdecken.

Nils: Wie Markus schon sagt, platziert Puma den Fast-Trac Nitro als Allrounder im sog. Road-To-Trail Segment. Ein robustes Upper und gewohnt hervorragende Traktion dank PUMAGRIP ATR (All Terrain) sollen den Schuh trail-tauglich machen. Gleichzeitig soll die für einen Trailschuh etwas höhere Sprengung von 8mm und die auf 2,5mm reduzierten Stollen das Laufen auf Asphalt ermöglichen. Wenn ihr also oft in gemischtem Gelände unterwegs seid oder eure Trails zwar etwas Grip fordern, sonst aber nicht allzu technisch anspruchsvoll sind, könnte Pumas neuestes Modell etwas für euch sein.



Marcel: Gänzlich unerwartet stand auch bei mir als drittem im Bunde plötzlich ein Päckchen von Puma vor der Tür. So wird man als leidenschaftlicher Schuhtester doch gerne überrascht:-)


Zur Positionierung im Rahmen der Produktpalette von Puma haben meine Kollegen bereits alles Relevante gesagt, daher schauen wir uns im nächsten Schritt den Puma Fast-Trac Nitro doch einmal näher an.


Das Wörtchen ‘Nitro’ in der Modellbezeichnung weckt auf jeden Fall schon einmal positive Erinnerungen an den Liberate sowie den Velocity Nitro - zwei sehr gelungene Neuerscheinungen bzw. Nachfolgemodelle von Puma in den letzten beiden Jahren.



Pro & Contra


Pro:

  • Markus/Nils/Marcel: Günstig

  • Markus/Nils/Marcel: Vielseitig einsetzbar für Straße und leichtes Gelände

  • Markus: Relativ leicht und läuft sich nochmals leichter

  • Nils/Marcel: Gute Traktion

  • Nils: Präzises Antreten und gutes Gefühl für den Trail

  • Marcel: Guter Mittelfuß- & Fersenhalt

  • Marcel: Hohe Verarbeitungsqualität; linker und rechter Schuh aufs Gramm gleich


Contra:

  • Markus: Hoch sitzender Knöchelbund

  • Markus/Marcel: “Langweiliges” Laufgefühl

  • Markus: Mittelsohle benötigt etwas Einlaufzeit

  • Nils: Relativ schlechte Vibrationsdämpfung (auf Asphalt)

  • Nils/Marcel: Niedrige und schmale Zehenbox


Tester: 

Markus Zinkl ist 33 Jahre alt und lebt in einem kleinen Dorf in Bayern, Deutschland. Er begann mit dem Laufen nur, um seinen Hauptsport, Fußball zu unterstützen. Seit er mit dem Fußballspielen aufhörte, wurde Laufen zu seiner Hauptsportart, um fit zu bleiben.

Er läuft jetzt 5-6 Mal pro Woche zwischen 60-80 Kilometer. Abgesehen von einem lokalen Staffellauf läuft er selten Rennen. Markus läuft sowohl auf dem Trail als auch auf der Straße und ist ein absoluter Ausrüstungsgeek. Neben dem Laufen verbringt er den größten Teil seiner Freizeit mit Wandern, insbesondere in den Bergen, wo auch sein Interesse an Ausrüstung zum Tragen kommt.


Nils Scharff

Ich bin 33 Jahre jung, gebürtig aus Kassel und mache seit einigen Jahren Heilbronn und seine umliegenden Weinberge laufend unsicher. Ich habe schon mein ganzes Leben lang alle möglichen Sportarten betrieben, oft 5-7 Mal die Woche. Neben dem Laufen sind seit einigen Jahren das Klettern und Bouldern meine Sportarten. Meine Läuferkarriere hat mit einem Firmenlauf begonnen, in den ich nicht ganz unvorbereitet starten wollte. Ab dem Punkt habe ich einfach nicht mehr aufgehört. In 2017 waren es „nur“ knapp 1000 Laufkilometer, in 2018 das Doppelte, 2019 schon das Dreifache. Wichtig während all dieser Kilometer sind mir, egal ob auf Trail oder Straße, vor allem das Abschalten und die Bewegung in der Natur. Auf dem Laufband oder mit Kopfhörern werdet ihr mich nur sehr selten antreffen. Ich bin in der Zwischenzeit neun Marathons gelaufen, die PB von 2:52:38h habe ich letztes Frühjahr in Kopenhagen aufgestellt. Im Wettkampf laufe ich grundsätzlich alle Distanzen von 5km (17:32min), 10km (36:15min) über Halbmarathon (1:19:35h) bis eben zum Marathon.


Marcel Krebs

Marcel ist ein begeisterter Trail- und Hindernisläufer (OCR), der zunehmend auch den Straßenlauf für sich entdeckt. Neben seiner Faszination für Laufschuh-Innovationen für Straße und Trail begeistert sich Marcel auch für technische Gadgets aller Art.


Aktuell fokussiert sich Marcel auf sein Training für den UTMB (OCC), für den er sich in 2022 sportlich qualifiziert hat und den er in 2023 - Losglück vorausgesetzt - laufen möchte. Hierbei absolviert er wohnortbedingt auch unzählige Trainingskilometer auf der Straße. Wer zudem einen vergleichsweise breiten Vorfuß hat, sollte sich Marcels Eindrücke von den getesteten Modellen genauer ansehen.



Daten

Gewicht:

  Offiziell: 272 g (Herren US9) 

  Testschuh: 286 g (Herren EU 44,5 / US 10,5) | 287 g (Herren EU 44 / US 10)

Sprengung: 8 mm (29 mm Ferse / 21 mm Vorfuß)

Verfügbarkeit: Erhältlich im Fachhandel für 119.95 €


Erster Eindruck und Passform


Markus: Ich habe die schwarz-graue Version und mag das Design. Der Großteil des Obermaterials ist das graue Ripstop-Mesh-Obermaterial mit den Overlays, Zwischensohle und Schnürsenkel in Schwarz. Das Obermaterial fühlt sich out-of-the-box recht stabil an. 


Die Passform ist im Vorfußbereich insgesamt etwas schmaler, was für meine durchschnittlich bis schmal breiten Füße kein Problem war. Der Halt ist mit der Standardschnürung sehr gut. Der Knöchelbund ist recht hoch und für mich wirklich an der Grenze. Ich neige manchmal dazu, den Bund an meinem Knöchel zu spüren, aber hier nicht in dem Maße, dass es zu Irritationen führt. Obwohl sich das Obermaterial nicht besonders weich anfühlt, war es sehr angenehm am Fuß und sehr bequem.

Nils: Meine Version des Fast-Trac Nitro ist etwas farbenfroher, als die von Markus, wofür ich sehr dankbar bin. Bunt ist das ganze natürlich trotzdem nicht, doch die leicht unterschiedlichen Grautöne gefallen mir in Verbindung mit den orangenen Akzenten und dem Farbverlauf in der Mittelsohle sehr gut. Das ganze wirkt wertig und ich hätte kein Problem damit, den Fast-Trac Nitro auch Mal zur Jeans zu tragen.


Bei der ersten Anprobe erweist sich das neue Puma als größenecht - in Bezug auf die US Größe passt alles, wie es sein soll. Vorn haben meine Zehen die gewohnte Daumenbreite Platz. Die Zehenbox ist recht eng und flach - jedoch in gerade noch erträglichem Maß. Wie jedoch bei allen Puma Schuhen müsst ihr bei der Größenwahl aufpassen! Denn Puma übersetzt meine US 10.5 (meine übliche Größe) als EUR 44 - statt der branchenüblichen EUR 44,5. Richtet euch beim Kauf also am besten nach eurer üblichen US-Größe.



Marcel: 

Wir ihr sehen könnt’ habe ich im Vergleich zu meinen beiden Kollegen die deutlich farbenfrohste bzw. knalligste Farbvariante erhalten. Diese finde ich durchaus gelungen. Auf jeden Fall hat Puma hier für jeden Geschmack von klassisch bis neonfarben eine vielfältige Farbpalette am Start. 

Hinsichtlich der Passform geht mein erster Blick aufgrund meines eher breiten Vorfußes stets zuerst auf die Zehenbox. Diese ist - wie ihr auf dem obigen Bild gut erkennen könnt’ - vergleichsweise schmal und pointiert zulaufend. Nicht unbedingt ideale Voraussetzungen für einen eher breiten Vorfuß. 


Dies macht sich auch beim ersten Reinschlüpfen bemerkbar. Erster Eindruck: Die Passform ist gut. Der Puma Fast-Trac Nitro sitzt sehr gut und fest am Fuß, ohne diesen jedoch zu sehr einzuengen. Einzig die Zehenbox ist etwas zu eng. Wie sich diese Kombination auf den Trail geschlagen hat, erfahrt ihr weiter unten in der Kategorie ‘Laufgefühl’.


Obermaterial


Markus: Das Obermaterial ist nicht so weich wie das gewöhnliche Engineered Mesh von Puma. Es fühlt sich so an, als ob es eine gewisse Wetterbeständigkeit hat. Ich hatte keine Gelegenheit, den Schuh bei starkem Regen zu testen, aber es war kein Problem, durch kleine Pfützen zu laufen, und meine Füße blieben größtenteils trocken. Außerdem empfand ich das Obermaterial als atmungsaktiv und warm genug für Temperaturen von 0 bis zu 10 °C. Um den Zehen- und Schnürbereich herum befinden sich einige verschweißte Overlays, die den Schutz und die Reißfestigkeit erhöhen. 



Die Zunge ist mit einem Zwickel versehen und Puma hat die sogenannten "Formstips" angebracht, die auf beiden Seiten vertikal von den Schnürsenkeln zur Zwischensohle verlaufen. Beide unterstützen den Halt des Mittelfußes. 



Um das Obermaterial abzurunden, befindet sich an der Ferse eine Schlaufe aus zwei elastischen Bändern und oben auf der Zunge ist ein elastisches Band, um die Schnürsenkel zu befestigen.

Nils: Wie Markus schon sagt, handelt es sich hier um ein robustes Material, das einem Trailschuh würdig ist. Das verwendete Ribstop Mesh hat sich bisher als äußerst widerstandsfähig erwiesen und sollte den Ansprüchen des Door-To-Trail-Einsatzes auf jeden Fall gerecht werden. Unter dieser Robustheit leidet natürlich die Atmungsaktivität. Was jetzt im Herbst / Winter kein Problem darstellt, kann bei sommerlichen Temperaturen aber durchaus zu heißen Füßen führen. Doch das ist für Trailschuhe nicht außergewöhnlich und deshalb Puma an dieser Stelle auch nicht zu Lasten zu legen.

Ansonsten kann ich noch hinzufügen, dass der Zehenschutz relativ weich und spärlich ausfällt - doch auch dieser ist für moderate Trails durchaus adäquat. Schönes Detail: Man hat hier Ausschnitte in der Verstärkung vorgesehen, um Wasser ablaufen zu lassen - sog. “Drainage holes”. Verstärkende Overlays gibt es ansonsten nicht.

Das Maß an Polsterung rund um den Einstieg, Ferse und Zunge des Fast-Trac Nitro empfinde ich als genau richtig. Man fühlt sich direkt wohl und sicher im Schuh, wozu maßgeblich die seitlich vernähte Zunge beiträgt. Dass die Fersenkappe relativ flexibel ist, trägt zu diesem angenehmen Gefühl bei und da sie die Ferse trotzdem weit in Richtung Mittelfuß umschließt, sind kaum Stabilitätseinbußen wahrzunehmen.

Marcel: Das Obermaterial des Puma Fast-Trac Nitro ist zweilagig aufgebaut. Dies könnt’ ihr auf dem obigen Foto gut erkennen.

Da ist zum einen die feste und nahezu transparente äußere Schicht, die Schmutz und Feuchtigkeit zuverlässt abhält. Auf der Innenseite befindet sich eine zweite, bei meinem Testexemplar weiße Obermaterialsschicht, wie ihr im Bild oben im Bereich der Zehenbox gut erkennen könnt’. Somit schlägt Puma hier zwei Fliegen mit einer Klappe: Robust und schmutzabweisend nach außen, weiche zweite Schicht zum Fuß hin. Diese Kombination funktioniert insbesondere in der kälteren und nässeren Jahreszeit ausgezeichnet. 


Das Schnürungssystem bzw. die Ösen sind sehr stabil verarbeitet. Ein solches “Tunnelsystem” hatte ich bislang noch nicht gesehen, es funktioniert in der Praxis jedoch gut und es erscheint mir nahezu ausgeschlossen, dass hier jeweils eine Öse ausreißen wird, wie es von dem ein oder anderen Modell manchmal berichtet wird. 



Die Zunge des Fast-Trac Nitro trägt ebenfalls zur guten Passform bei. Sie ist ausreichend gepolstert, jedoch auch dünn genug, um einen festen Sitz zu gewährleisten und nicht unnötig Gewicht zu verursachen.


Gleiches lässt sich im positiven Sinne auch von der Fersenkappe berichten. Diese bietet auch auf etwas technischeren Trails sicheren Halt. Hierbei ist Puma der Balanceakt zwischen festem Sitz und ausreichend Freiraum für die Achillessehne optimal gelungen. Die Fersenkappe ist zwar leicht zum Fuß hin geneigt, jedoch nicht in einer Form, die Irritationen hervorrufen würde. 

Hinten an der Fersenkappe findet sich auch beim Puma Fast-Trac Nitro eine “Anziehhilfe”. Die Tatsache, dass sich eine solche Schlaufenkonstruktion in ähnlicher Form herstellerübergreifend bei mehr und mehr Modellen finden lässt, lässt vermuten, dass es genügend Läufer gibt, die diese sinnvoll finden. Ich persönlich gehöre nach wie vor nicht dazu, aber das ist Geschmackssache. 


Mittelsohle



Markus: Die Zwischensohle besteht aus ProFoamLite, einem EVA-basierten Schaumstoff, und supercritical Nitro-Schaumstoff. Die sichtbare Mittelsohle fühlt sich beim Drucktest gleichmäßig fest an, daher vermute ich, dass die Konstruktion der Zwischensohle einen Nitro-Kern mit ProFoamLite um ihn herum hat. Dadurch wird eine höhere Stabilität für den Einsatz im Gelände erreicht. 


Der Schuh läuft sich leichter, als es das Gewicht auf der Waage vermuten ließe. Nach dem Auspacken fühlt sich die Zwischensohle etwas fest an, was an dem hohen Anteil an EVA in der Zwischensohle oder der robusten Pumagrip-Außensohle liegen könnte. Mehr dazu im Abschnitt über das Laufgefühl.

Nils: Die Mittelsohle ist eher auf der festen Seite. Wer aufgrund des “Nitro” Schriftzugs im Namen und auch auf dem Schuh selbst, das weiche und energetische Laufgefühl der großartigen Verwandten des Fast-Trac Nitro vermutet, wird leider enttäuscht werden. Den Großteil des Dämpfungssystems scheint das als ProFoamLite benannte, EVA-Material auszumachen. Dieses scheint leicht zu sein, ist aber relativ steif und fest und vergleichbar etwa mit etwa adidas Lightstrike.

Der Fersenbereich der Mittelsohle ist wie schon beim Voyage Nitro - Puma’s stärker gedämpfter Trailschuh - relativ weit ausgestellt. Da sie sich zudem über die Höhe des Fußbetts hinaus hochzieht, entsteht ein lateral sehr stabiler Fersenbereich.


Marcel:

Zu den technischen Details haben meine Kollegen bereits alle relevanten Eckdaten mitgeteilt, weshalb ich mich an dieser Stelle kurz fassen und auf meine persönlichen Eindrücke beschränken werde.



Die Mittelsohle ist vergleichsweise fest, was auf eher technischeren Trails zweifelsohne seine Vorteile hat und zusammen mit der guten Passform zu einem sicheren Halt auf einer Vielzahl von Untergründen beiträgt. Hierzu trägt insbesondere der fast schon ausladende Fersenbereich bei. 


Während der Fast-Trac Nitro vom Puma ausdrücklich als Door-To-Trail Schuh positioniert wird, weist die Mittelsohle hingegen eher die klassischen Merkmale einer Mittelsohle eher technische Trails auf, was natürlich ein gewisser Widerspruch ist. 



Außensohle


Markus: Seit ihrer Einführung ist die PUMAGRIP-Außensohlenmischung eine der besten, die es gibt. Der Grip und das Profil sind in der Lage, Straße und leichtere Trails zu behandeln. Wenn es schlammig wird, haben die flachen Stollen zu kämpfen und obwohl er nicht schlecht ist, könnte der Grip auf Wurzeln und Steinen bei nassen Bedingungen besser sein. Der Grip scheint bei ihren Straßenschuhen wie dem Deviate Nitro 2 ein wenig besser zu sein. Ich weiß nicht, ob es an einer anderen Mischung liegt oder ob das Stollenmuster den Unterschied ausmacht.


Links: Deviate Nitro 2/ Rechts: Fast-Trac Nitro


Oben siehst du die Außensohle des Deviate Nitro 2 und die des Fast-Trac Nitro nebeneinander. Das Profil des Deviate hat einige kleine Noppen, während die Stollen des Fast-Trac glatter sind und größere, flache Fläche haben. Dies könnte der Grund für den Unterschied sein, aber das ist nur Spekulation meinerseits.


Nils: Seit Puma im letzten Jahr mit seiner Nitro-Familie wieder groß in der Laufschuhbranche mitmischt, ist PUMAGRIP ein Synonym für gute Traktion geworden. Pumas Gummimischung ist neben Vibram Megagrip vielleicht das beste, was eine Laufschuhsohle passieren kann. Egal ob nasse oder trockene Straßen, Eis, Schnee oder Matsch - mit PUMAGRIP ist man stets voller Selbstvertrauen unterwegs.


Im Fast-Trac Nitro wird jetzt jedoch PUMAGRIP ATR verwendet - eine Mischung, die mir bisher nicht untergekommen ist. Puma nennt dieses Material eine “Performance-Gummimischung für bessere Traktion auf Eis, Schlamm und instabilen Oberflächen”. Ich konnte bisher keinerlei Unterschiede in Sachen Performance feststellen. Auch mit PUMAGRIP ATR habe ich bisher keine Bedingungen gefunden, der die Außensohle nicht Herr werden würde. Natürlich stoßen die 2,5mm Stollen in tiefem Matsch irgendwann an ihre Grenzen, doch davon abgesehen kann ich nur Positives berichten.

Als kleinen Disclaimer möchte ich in Bezug auf Markus Erfahrungen jedoch ergänzen, dass ich den Fast-Trac Nitro nur im genannten Door-to-Trail Szenario und nie in wirklich technischen Gelände gelaufen bin. Auch Eis oder Schnee konnte ich im Fast-Trac Nitro bisher noch nicht erfahren.



Marcel:

Wie Nils bereits erwähnt hatte, hat sich der Name ‘PUMAGRIP’ in den letzten Jahren seit Einführung der Nitro Serie zu einem echten Markenzeichen entwickelt. Dies gilt zumindest im Bereich der Straßenschuhe. 



Vor diesem Hintergrund war ich gespannt zu erfahren, wie sich die Gummimischung mit dem Namenszusatz ATR (=All Terrain) des neuen Puma Fast-Trac Nitro im Praxistest schlagen würde. Gleich mein erster Longrun bot hierfür die perfekten - da äußerst anspruchsvollen - Testbedingungen: In den vorherigen Tagen hatte es teilweise recht stark geregnet, so dass die Trails teilweise recht matschig waren. Zudem gab es in der Nacht vorher starken Bodenfrost, so dass der Untergrund nicht nur teilweise gefroren war, sondern auch die Äste mit einer teilweise spiegelglatten Eisschicht überzogen waren. 

Unter diesen Extrembedingungen schlug sich die PUMAGRIP ATR Gummimischung achtbar, ohne jedoch die Erwartungen, die man an einen solchen Allrounder stellen kann, zu übertreffen. Auf matschigem Terrain kam die Außensohle erwartungsgemäß aufgrund der überschaubaren Profiltiefe naturgemäß recht schnell an ihre Grenzen. Auf Eis war genauso extreme Vorsicht angesagt wie übrigens auch bei allen anderen Schuhen ohne Spikes. Berichte wie “sicherer Halt auf Eis” würde ich daher stets mit einer gesunden Portion Misstrauen begegnen, da *glattes* Eis das K.O. einer jeden Außensohle ist. Anders sieht es da natürlich bei einer profilierten Eisschicht aus, welche - ähnlich wie grobkörniger Asphalt - unter den entsprechenden Bedingungen fast jeder Außensohle guten Grip verleiht, soweit ein gewisses Profil vorhanden ist.


Auf Asphalt schlägt sich die Außensohle dagegen gut, solange dieser “nur” nass ist und es nicht gerade über glattes Kopfsteinpflaster geht.   


Laufgefühl

Markus: Das Laufgefühl spiegelt auch die Mittelsohlenkonstruktion, mit dem großen EVA Anteil wider. Beim ersten Anprobieren erscheint der Fast-Trac sehr straff, aber nach nur ein paar Kilometern wird er etwas weicher. Das könnte an dem EVA-Schaumstoff liegen, der den größten Teil des Schuhs ausmacht, oder an der größeren Menge an Pumagrip in der Außensohle, die sich einläuft. 

Ich persönlich würde sie nicht für viel weiter als 20 km Strecken tragen, da ich für alles, was darüber hinausgeht, ein bisschen mehr Dämpfung bevorzuge. Das Laufgefühl ist nicht übermäßig reaktiv oder federnd, was mich umso mehr davon überzeugt, dass nur eine kleine Menge Nitro-Schaum in der Zwischensohlenkonstruktion vorhanden ist. Aber als täglicher Trainer ist er mehr als in Ordnung. Auch die Langlebigkeit scheint hier eine Stärke zu sein. Nach 40 Kilometern hat die Außensohle so gut wie keine Abnutzungserscheinungen, das Gleiche gilt für das Obermaterial. Das rundet meinen Gesamteindruck ab, dass es sich um einen guten Alltagsschuh handelt.

Nils: Leider muss ich Markus Eindruck, dass man beim Puma Fast-Trac Nitro fast ausschließlich auf EVA läuft, bestätigen. Der Schuh fühlt sich dadurch leider nicht sehr lebendig unter dem Fuß an. Auch die Vibrationsdämpfung lässt für den Einsatz auf Asphalt, der ja einen guten Teil des beworbenen Road-to-Trail-Spektrums ausmacht, leider zu wünschen übrig. Die ersten Schritte den Berg vor meiner Haustür herunter, sind mir regelrecht in die Glieder gefahren. Ja, die Sohle läuft sich ein und wird etwas weicher, aber mehr als 2-3 Kilometer Asphalt möchte ich im Fast-Trac Nitro trotzdem nicht zurücklegen.

Ist man dagegen auf moderaten Trails, auf unbefestigten Feldwegen oder in Parks unterwegs, läuft sich der Schuh durchaus angenehm. Ein leichter Flex im Vorfußbereich der eher steifen Mittelsohle sorgt für einen recht energetischen Abrollvorgang, sobald man etwas schneller unterwegs ist. Zudem ist ein agiles und präzises Antreten auf technischen Passagen möglich. Beim Tanzen von Stein zu Stein macht der Fast-Trac Nitro deshalb einen guten Eindruck. Gleichzeitig ist der Fersenbereich schön stabil, sodass sich auch Läufer mit Stabilitätsansprüchen hier wohlfühlen sollten. 

Für langsame Erholungsläufe ist mit der Fast-Trac Nitro jedoch auch auf den Trails zu fest und steif. Auch die Ferse fühlt sich relativ hölzern an, wenn man langsam unterwegs ist. Ich würde mir entsprechend einen höheren Anteil des weicheren Nitro Schaums in der Mittelsohle wünschen.

Marcel:
Insbesondere wenn wir zu dritt einen Schuh testen, kommt es selten vor, dass der Eindruck hinsichtlich des vermittelten Laufgefühl derartig ähnlich bzw. nahezu deckungsgleich ist.

Das Läufgefühl auf technischen Abschnitten ist gut, da hier entsprechend reaktive Mittelsohlenschäume ihre Stärken nicht wirklich ausspielen können und tendenziell eher für Instabilität sorgen. 

Auf laufbaren Trails und Asphalt läuft sich der Fast-Trac Nitro recht straff, was jedoch sicher der ein oder andere durchaus mögen wird. Die breite Masse dürfte gleichwohl von einem Door-To-Trail-Schuh etwas mehr Reaktivtät und Lauffreude erwarten, insbesondere wenn man den Puma Fast-Trac Nitro wirklich als Allrounder für Trail und Straße nutzen möchte.

Dies liegt denke ich auch daran, dass in den vergangenen Jahren insbesondere im Bereich der Mittelsohlenschäume, die naturgemäß einen ganz wesentlichen Einfluss gerade auch auf das Laufgefühl haben, einiges getan hat. Und zwar nicht nur in Form der bekannten “Superschuhe” auf der Straße, sondern auch im Trailbereich. Dadurch ist auch die Erwartungshaltung von unser Testern mittlerweile eine andere als noch vor ein paar Jahren, wo der Puma Fast-Trac Nitro noch anders bewertet worden wäre. 

Zusammenfassung und Empfehlung


Markus: Insgesamt finde ich, dass der Fast-Trac ein sehr guter Alltagsschuh für eine Mischung aus Straße und leichtem Trail ist. Wenn du nicht in zu technischem Gelände laufen willst und Straßen und Trail Schuh suchst, ist er einen Blick wert. Vor allem der niedrige UVP von 119,95 € macht diesen Schuh interessant. Ich würde allerdings empfehlen, ihn anzuprobieren, wenn du einen etwas breiteren Vorderfuß hast. Du könntest ihn etwas zu eng finden. 


Markus’ Punktzahl: 8.1/10 

(Laufgefühl: 7, Passform: 9, Preis/Leistung: 10, Stil: 9, Haftung: 7, Steinschutz: 8)

😊😊😊


Nils: Leider lässt mich der Puma Fast-Trac Nitro nicht sehr begeistert zurück. Die mutmaßlich zu großen Teilen aus EVA bestehende Mittelsohle läuft sich einfach zu fest, steif und unnachgiebig. Auf unbefestigten Wegen ist das vollkommen in Ordnung, auf Asphalt bietet er für mein persönliches Empfinden aber deutlich zu wenig Vibrationsdämpfung und Komfort. Das beworbene Road-To-Trail-Spektrum deckt er somit aus meiner Sicht nicht ab. Wer dagegen einen Schuh für moderate und vor allem nicht zu schlammige Trails sucht - für Waldwege, Parks etc. - der kann mit dem Fast-Trac Nitro durchaus Freude haben. Das Obermaterial sitzt gut, der Abrollvorgang ist dynamisch, die Sohlenkonstruktion ist schön stabil. Es fehlt etwas an Stollentiefe für den “richtigen” Traileinsatz, aber davon abgesehen, macht sich Pumas neuester Trailschuh im Gelände wirklich gut.


Nils’ Punktzahl: 7.6/10 

Laufgefühl: 6 - Passform: 8.5 - Wert: 8 - Stil: 8 - Grip: 8 - Steinschutz: 8.5

😊😊😊


Marcel: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mich der ‘Nitro’-Zusatz im Namen des Puma Fast-Trac zunächst im wahrsten Sinne des Wortes auf dem falschen Fuß erwischt hat. Während Nitrogen-Infusion bei den Straßenschuhen von Puma für eine äußerst lauffreudige Mittelsohle sorgen, läuft sich die Mittelsohle des Puma Fast-Trac Nitro wie eine klassische EVA-Mittelsohle. Es handelt sich daher keineswegs um eine Door-to-Trail Variante des Velocity Nitro, was in Anbetracht des Gewichts sowie des Nitro-Zusatzes durchaus naheliegend gewesen wäre.  

Statt dessen handelt es sich beim Puma Fast-Trac Nitro um ein eigenständiges Modell mit einer sehr klassischen Mitelsohle sowie einer Außensohle, die sich am wohlsten auf leichten Trails und Asphalt fühlt. Auch für etwas technischere Trails ist der Puma Fast-Trac Nitro aufgrund des sehr guten Sitzes durchaus eine Option. Läufer mit einem eher schmalen Vorfuß werden auch mit der Zehenbox gut zurecht kommen. Wer so wie ich über einen eher breiten Vorfuß verfügt, sollte jedoch den Rat von Markus beherzigen und den Fast-Trac Nitro vor dem Kauf auf jeden Fall einmal probelaufen.

Für ein Nachfolgemodell würde ich mir eine stringentere Ausrichtung des Puma Fast-Trac Nitro wünschen. Da Puma dieses Modell als Door-To-Trail Schuh positioniert, bedarf es bei der Neuauflage insbesondere einer reaktivieren Mittelsohle. 

Wer jedoch ein günstiges Modell für leichte und eher weiche Trails sucht, hierbei auch die ein oder andere technische Passage absolviert und zudem nicht viel länger als über die Halbmarathon-Distanz am Stück unterwegs ist, sollte sich den Puma Fast-Trac Nitro ruhig einmal näher ansehen.

Marcel’s Punktzahl: 7.63/10 

Laufgefühl: 7 - Passform: 8 - Wert: 8.5 - Stil: 8 - Grip: 7.5 - Steinschutz: 7.5

😊😊😊

Vergleiche


ASICS Fuji Lite 3 (RTR Review)

Nils: Der Fuji ist aus meiner Sicht der beste Vergleich zum FTN, da er ebenfalls relativ erschwinglich (140€) und vielseitig ist. Doch vor allem im Road-To-Trail Bereich, in dem Puma den FTN platzieren will, ist der Fuji die deutlich bessere Wahl. Bei gleichem Gewicht bietet er mehr Dämpfung und Schutz, hinterlässt frischere Beine und macht dank einer weicheren und energetischeren Dämpfung bedeutend mehr Spaß. Je technischer die Trails werden, desto minimaler ist der Vorsprung, doch insgesamt ist der Fuji einfach der bedeutend bessere Schuh, der zudem in der diesjährigen Iteration mit starkem Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit daherkommt. Deshalb gewinnt ASICS hier deutlich! Beide US 10.5.
Marcel: Ich würde in diesem Vergleich sogar noch weiter gehen, da aus meiner Sicht der Einsatzbereich des Fast-Trac Nitro gar so breit ist, wie es Marktpositionierung und eigener Anspruch vermuten lassen. Details hierzu finden sich in meinem Fazit. Der Fuji Lite 3 hingegen bietet eine fast schon Straßenschuh ähnliche Passform, eine reaktive und deutlich weichere Mittelsohle sowie einen hervorragenden Grip auf einer Vielzahl von Untergründen. Zudem ist er deutlich besser gedämpft, so dass ich ihn bereits in einem Trail-Marathon gelaufen bin, ohne je das Gefühl gehabt zu haben, mehr Dämpfung haben zu müssen. Klarer Sieg für den Fuji Lite 3. Beide größengerecht in US 10 (Achtung bei Puma bzgl. der Umrechnung in EU-Größen!)


Puma Velocity Nitro 2 (RTR Review)

Markus: Der Velocity Nitro 2 ist ein reiner Straßenschuh, obwohl seine Außensohle auch für leichtere Trails und Schotter geeignet ist. Beide Schuhe scheinen auf dem gleichen Leisten zu basieren. Allerdings hat der Velocity 2 ein viel weicheres Mesh-Obermaterial und der weichere Knöchelbund geht nicht ganz so hoch wie der des Fast-Trac. Vom Gewicht her sind meine beiden 44,5 EU gleich schwer. Der Velocity 2 hat insgesamt ein etwas weicheres und energischeres Laufgefühl als der Fast-Trac. Die Außensohle des Fast-Trac ist die bessere, wenn man den Schuh mehr auf dem Trail als auf der Straße einsetzen möchte. Wenn du hauptsächlich auf harten Trails und auf der Straße läufst, würde ich den Velocity 2 empfehlen.
Marcel: Dieser Vergleich kam mir bereits bei meiner Einleitung sofort in den Sinn, so dass ich dort bereits auf meine Gedanken zu (vermeintlichen) Gemeinsamkeiten eingegangen bin. Ich hätte mir gewünscht, dass der Fast-Trac eine Art Velocity für die Trails darstellt, allerdings sind die Unterschiede wie bereits herausgearbeitet dann doch recht gravierend. Für technische Trails den Fast-Trac, für alles andere den Veloctiy. Beide in US-10. 


Salomon Ultra Glide (German Review)

Nils: Bei ähnlichem Gewicht kommt der Ultra Glide deutlich stärker gedämpft daher. Seine weiche und energetische Mittelsohle macht riesen Spaß und der Rocker hilft auf Asphalt und Schotterpisten richtig gut daherzurollen und Gas zu geben. Ja, er ist teurer, doch er ist auch der bessere Road-To-Trail-Schuh! In technischen Gelände hat der Puma dank besserem Grip, mehr Stabilität und einem besseren Halt im Schuh Vorteile. Beide US 10.5.

Marcel: Nils hat Unterschiede und Gemeinsamkeiten bereits treffen auf den Punkt gebracht. Ergänzen möchte ich noch, dass die Außensohle des Puma augenscheinlich deutlich langlebiger ist. Beide in US-10.


Topo Ultraventure 2 (German Review)

Nils: Der Ultraventure ist Topos Schuh in Sachen Vielseitigkeit. Eine tolle Vibram-Außensohle und sehr guter Halt im Schuh, helfen technisches Terrain zu meistern, während eine zwar klassische, aber sehr fein abgestimmte Geometrie helfen in moderaten Gefilden und auch auf Asphalt Geschwindigkeit aufzubauen und ein angenehmes Laufgefühl zu vermitteln. Der UV2 ähnelt dem FTN insofern, dass er ebenfalls über eine festere Mittelsohle verfügt und dem Läufer hohe Stabilität bietet. Doch der Topo schafft es ungleich besser Vibrationen zu dämpfen und so die Beine zu schonen. Auch mutet er deutlich hochwertiger an, was sich jedoch auch in einem Preisunterschied von 60€ niederschlägt. UV2 ist der bessere Schuh, FTN hat das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Beide in EUR 44,5.


Nike Terra Kiger 7 (German Review)

Nils: Der Kiger ist eine weitere, sehr gute Option für den Door-To-Trail-Einsatz. Er kommt mit einem relativ weichen Mittelsohlensetup daher, ist relativ flexibel und rollt schön ab. Leider glänzt er nicht sonderlich auf technischen Trails und Nike’s Außensohlengummi ist auf nassen Strecken grässlich bis gefährlich ist. Diesbezüglich performt PUMAGRIP ATR deutlich besser. Ich mag den Kiger sehr, kann ihn deshalb jedoch nur für “Gutwetterläufe” empfehlen. Der Puma dagegen hat diese Einschränkung nicht und deshalb der bessere Allrounder, der sich aber deutlich harscher läuft und deshalb leider nicht allzu viel Spaß bereitet. Beide in EUR 44,5.


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Die Laufbiographien aller RTR-Tester könnt ihr hier lesen. 

Die Schuhe, die Grundlage dieses Tests sind, wurden uns von Puma kostenlos zur Verfügung gestellt. Die dargestellten Meinungen sind unsere eigenen.


Wir freuen uns über Kommentare und Fragen in der Kommentarrubrik.

Um bestmöglich auf eure Fragen einzugehen, nennt nach Möglichkeit euer Laufpensum, Geschwindigkeiten, Renndistanzen und eure aktuellen Schuhe.


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