Article by Sam Winebaum
Adidas Terrex Agravic 4 ($145)
Introduction
The Agravic 4 is the “budget” everyday training focused trail shoe in the four shoe 2026 Agravic line up but don't tune out yet.
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Article by David Reichl and Jen Schmidt
INOV8 Trailfly Speed V2 ($170 /160 €)
Artikel von Nils Scharff
HOKA Mach X 3 (190€)
Testbericht: ASICS GEL-NIMBUS 28 - Maxcushion trifft Kaizen
Artikel von Nils Scharff
ASICS GEL-NIMBUS 28 (200€)
Einleitung
Nils: Der ASICS Gel Nimbus ist seit vielen Jahren eine feste Größe im Segment der maximal gedämpften Daily Trainer. Komfort, Schutz und eine ausgesprochen softe Dämpfung standen bei dieser Serie schon immer klar im Vordergrund. Mit dem Gel Nimbus 27 hat ASICS im letzten Jahr einen sehr ausgereiften, aber auch nicht ganz leichten Premium-Allrounder präsentiert, der vor allem auf langen, ruhigen Läufen seine Stärken ausspielte.
Mit dem Gel Nimbus 28 geht ASICS nun einen konsequenten Feinschliff-Weg: Die Mittelsohle – das Herzstück des Schuhs – bleibt unverändert, während Obermaterial, Ferse und Außensohle gezielt überarbeitet wurden, um Gewicht zu sparen und den Gesamteindruck zu modernisieren. Das Resultat ist eine deutliche Gewichtsreduktion von rund 30 Gramm (294 g in EUR 44.5), ohne die für den Nimbus typische, sehr softe Charakteristik aufzugeben.
Die Frage ist also nicht, ob der Nimbus 28 ein völlig neuer Schuh ist – sondern ob ASICS es geschafft hat, einen ohnehin sehr komfortablen Laufschuh spürbar effizienter und zeitgemäßer zu machen.
Pro & Contra
Pro:
Spürbare Gewichtsreduktion gegenüber dem Nimbus 27
Rollt dank der überarbeiteten Außensohle besser ab
Sehr komfortables, weiches Knit-Obermaterial
Hervorragende Dämpfung mit viel Schutz für lange Läufe
Überarbeitete Ferse mit besserer Balance aus Halt und Komfort
Langlebige Außensohle mit guter Traktion auf Asphalt und festen Wegen
Unverändert hohes Komfortniveau auf langen Distanzen
Contra:
Mittelsohle weiterhin wenig dynamisch - ein Update des Schaums wäre angebracht
Für Tempoeinheiten oder progressivere Läufe nur bedingt geeignet
Preislich weiterhin klar im Premiumsegment
Daten
Gewicht:
Offiziell: 281g (Herren US 9)
Testschuhe: 294g (Herren EU 44.5 / US 10.5)
Stapelhöhe: 43.5 mm / 35.5 mm, Sprengung: 8 mm
Verfügbarkeit: Erhältlich im Fachhandel und auf ASICS.COM für 200€
Link zu allen RTR-Testberichten: HIER
Tester:
Nils Scharff (IG @nilspecial89)
Ich bin 36 Jahre alt, gebürtig aus Kassel, lebe in Heilbronn und bin seit über acht Jahren leidenschaftlicher Läufer. Schon immer habe ich viele Sportarten betrieben – oft 5–7 Mal pro Woche – von Klettern und Bouldern bis hin zum Laufen. Meine Leidenschaft fürs Laufen begann mit einem Firmenlauf, und seitdem hat mich das Laufen nicht mehr losgelassen. Inzwischen bin ich dreizehn Marathons gelaufen, mit einer persönlichen Bestzeit von 2:40:05 h beim Berlin-Marathon, und meine Wettkampf-PB reichen von 5 km (16:15 min) über 10 km (33:09 min) und Halbmarathon (1:15:29 h) bis zum Marathon.
Wichtig ist mir, egal ob auf Trail oder Straße, vor allem das Abschalten und die Bewegung in der Natur – Laufband oder Kopfhörer sind selten meine Begleiter. Neben dem Laufen engagiere ich mich seit einigen Jahren als Coach und begleite Läufer:innen individuell bei ihren Trainingszielen. Mehr zu meinem Coaching findest du auf meiner Website: Nils Endurance Lab.
Erster Eindruck, Obermaterial und Passform
Nils: Schon beim ersten Anziehen wirkt der Gel Nimbus 28 deutlich moderner und aufgeräumter als sein Vorgänger. ASICS setzt auf ein neues, leichteres Knit-Obermaterial, das weiterhin stark auf Komfort ausgelegt ist, sich aber weniger voluminös anfühlt. Die Struktur ist fein gestrickt, angenehm weich und sehr gut belüftet – insbesondere im Vorfußbereich. Das unvergleichliche Premium Gefühl beim Hineinschlüpfen in einen Nimbus bleibt also erhalten.
Die neue Zungenlaschenkonstruktion erleichtert das Anziehen spürbar und verhindert ein Verrutschen der Zunge. Das stretchige Material geht direkt in die seitlichen Materialstreifen über und bleibt so an Ort und Stelle. Leider ist die neue Zunge überhaupt nicht mehr gepolstert, was dem ansonsten umgesetzten Premium Konzept des Nimbus etwas entgegensteht. Etwas mehr Polsterung zum Schutz vor Lacebite wäre hier angebracht gewesen. Auch das überarbeitete Ösendesign trägt zum aufgeräumten Look bei und reduziert unnötige Materialansammlungen im Mittelfußbereich.
Die Ferse wurde sichtbar verschlankt. Trotz weniger Material bleibt der Halt sehr gut, die Polsterung ist gezielt platziert und angenehm weich. Druckstellen oder Reibung traten im Test nicht auf. Insgesamt sitzt der Schuh sehr ausgewogen: sicher im Rückfuß, komfortabel im Mittelfuß und mit ausreichend Platz im Vorfuß.
Die Passform bleibt typisch Nimbus: eher neutral bis minimal großzügig, ideal für längere Läufe und auch für leicht breitere Füße geeignet. True to size.
Zum Look muss ich jedoch leider sagen, dass mir das Design meines komplett in grau gehaltenen Testmodells überhaupt nicht gefällt. Die Silouette des Nimbus ist seit der Version 25 nahezu unverändert und zeitlos gelungen - die Farbgebung holt mich jedoch überhaupt nicht ab.
Mittelsohle
Nils: An der Mittelsohle hat ASICS bewusst nichts verändert – und das merkt man sofort. Zum Einsatz kommt weiterhin FF BLAST PLUS ECO, ergänzt durch die bekannten PureGEL Elemente im Rückfußbereich, die für das gewisse Extra an Vibrationsdämpfung sorgen.
Die Dämpfung fühlt sich nach wie vor luxuriös an. Landungen werden effektiv entschärft, Vibrationen gefiltert und die Beine auch auf langen Läufen gut geschont. Gerade für schwere Läufer:innen oder für Regenerations- und Longruns ist das ein echtes Plus.
Gleichzeitig bleibt die Mittelsohle aber auch der limitierende Faktor in Sachen Dynamik. Der Nimbus 28 rollt sauber ab, fühlt sich stabil an, liefert aber kaum Vortrieb oder Rebound. Das Laufgefühl ist bewusst entspannt, kontrolliert und eher defensiv abgestimmt.
Wer den Nimbus kennt, wird sich sofort zuhause fühlen – wer einen spürbar reaktiveren Schuh erwartet, wird ihn hier weiterhin nicht finden.
Außensohle
Nils: Die Außensohle wurde überarbeitet und setzt nun auf eine verfeinerte HYBRID ASICSGRIP Konstruktion, kombiniert mit AHAR+ in besonders beanspruchten Bereichen. Ziel war es, Gewicht zu sparen, ohne die Haltbarkeit zu reduzieren.
In der Praxis funktioniert das sehr gut. Der Grip auf trockenem Asphalt ist hervorragend, auf leicht feuchten Straßen und festen Parkwegen absolut zuverlässig. Auch nach mehreren Läufen zeigen sich bislang nur minimale Abnutzungserscheinungen – ganz Nimbus-typisch.
Zudem entschärft die neue Geometrie der Außensohle das unbeholfene Gefühl, dass mich in den letzten beiden Versionen des Nimbus geplagt hat. Der neue 28er lässt insbesondere den Mittelfuß frei, nimmt dem Schuh dadurch etwas an Steifigkeit und ermöglicht wieder gleichmäßiges Abrollen wie ich es im Nimbus 25 geliebt habe.
Laufgefühl & Zusammenfassung
Nils: Der ASICS Gel Nimbus 28 fühlt sich an wie ein Nimbus in Bestform: vertraut, maximal komfortabel – aber deutlich entschlackt. Die Gewichtsreduktion ist kein Marketing-Gag, sondern auf dem Fuß spürbar. Der Schuh wirkt weniger träge und unbeholfen als der Nimbus 27, ohne seine DNA zu verlieren.
Das Laufgefühl ist weiterhin stark gedämpft und auf Komfort ausgelegt. Besonders auf langen, ruhigen Läufen spielt der Nimbus 28 seine Stärken aus - mit der zusätzlichen Vibrationsdämpfung dank PureGEL als Highlight. Er ist ein idealer Begleiter für tägliche Trainingskilometer, Longruns und insbesondere Erholungsläufe.
Leider ist die Mittelsohlentechnologie jedoch mittlerweile etwas in die Jahre gekommen. Die Dynamik mancher Konkurrenzprodukte kann der Nimbus auch mit reduziertem Gewicht nicht bieten. Damit ist sein Einsatzspektrum auf lockere Erholungsläufe und Longruns eingeschränkt. Diese meistert er mit bravour - ob der hohe Preis von 200€ dafür jedoch gerechtfertigt ist, muss jede:r selbst entscheiden.
Nils’ Punktzahl: 7.98/10
Laufgefühl: 7.75 - Passform: 9 - Wert: 7 - Stil: 7
5 Vergleiche
ASICS GEL Nimbus 27 (Deutscher Testbericht)
Nils: Auf diesen Vergleich bin ich hinlänglich eingegangen. Der Nimbus 28 findet dank Gewichtsreduktion und überarbeiteter Außensohle zu alter Stärke zurück - ist trotzdem aus meiner Sicht mittlerweile etwas in die Jahre gekommen. Beide EUR 44.5.
ASCIS Novablast 5 (Deutscher Testbericht)
Nils: Der neue Novablast nimmt in meiner aktuellen Rotation den Platz des Nimbus ein. Vom Recoverylauf bis zum ambitionierten Longrun ist der Novablast gerade mein Schuh der Wahl. Er kommt mit sehr deutlich ausgeprägten Rockern daher, diese sind jedoch nochmal aggressiver gestaltet und in Kombination mit einer weichen, sehr “bouncy” Mittelsohle toll abgestimmt. Dem Novablast fehlt das PUREGEL, weshalb er Vibrationen nicht so gut dämpft wie der Nimbus. Doch darüber hinaus sehe ich keinen Grund die 50€ Preisunterschied zu rechtfertigen. Der Novablast ist ebenso bequem und macht deutlich mehr Spaß. Beide EUR 44.5.
Diadora Nucleo 2 (Deutscher Testbericht hier)
Nils: Der Nucleo ist per se ein Stabilitätsschuh, der sich jedoch ohne Bedenken neutralen Läufer:innen empfehlen lässt. Er ist ein absoluter “No-Nonsense” Schuh, der mir während meiner Tests viel Freude bereitet hat und als Recoveryoption in meiner Rotation verblieben ist. Sein Mittelsohlenmaterial ist wie beim Nimbus nicht der Inbegriff von Bounce, jedoch immer noch deutlich lebendiger. Beide EUR 44.5.
Diadora Atomo Star (Englischer Testbericht hier)
Nils: Der Atomo Star ist ein zweiter Diadora, der in Sachen Step-In-Comfort bedenkenlos gegen den Nimbus antreten kann. Auch die Verarbeitung des Made-In-Italy Modells ist tadellos und auf dem gleichen Niveau der Japaner. Unterm Fuß bekommt man ebenfalls maximale 40/34mm DD Anima N2 Schaum - ein superkritischer EVA Schaum, der weich und bouncy ist und sich im Vergleich zum Nimbus wie ein wahres Trampolin anfühlt. Nur wer ausgeprägte Stabilitätsansprüche hat, sollte zum Nimbus (oder zum Nucleo 2) greifen, für jeden anderen ist der Atomo Star die deutlich lauffreudigere Wahl, die für 10€ weniger sogar noch über extra Stylepoints verfügt. Beide US 10.5
Nike Vomero Plus (RTR Review)
Der Vomero ist für mich das, was der Nimbus gern wäre. Ein deutlich moderneres Mittelsohlenpaket vereint maximale Dämpfung und extrem viel Schutz mit einer Dynamik, die man sich für einen Schuh mit so viel Dämpfung (und Gewicht) kaum vorstellen mag. Somit macht der Vomero nicht nur mehr Spaß als er Nimbus, sondern ist zudem vielseitiger und günstiger. Er gewinnt für mich diesen Vergleich eindeutig. Beide EUR 44.5.
Link zum englischen RTR-Test des ASICS GEL NIMBUS 28: HIER
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Die Laufbiographien aller RTR-Tester könnt ihr hier lesen.
Die Schuhe, die Grundlage dieses Tests sind, wurden mir von adidas kostenlos zur Verfügung gestellt. Die dargestellten Meinungen sind meine eigenen.
Wir freuen uns über Kommentare und Fragen in der Kommentarrubrik.
Um bestmöglich auf eure Fragen einzugehen, nennt nach Möglichkeit euer Laufpensum, Geschwindigkeiten, Renndistanzen und eure aktuellen Schuhe.
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