Saturday, November 29, 2025

Testbericht: Gorewear - für jedes Wetter gerüstet (German)

Artikel von Ingrid Zasa & Nils Scharff

Concurve WINDSTOPPER® isolierte Kapuzenjacke (270€), Training Thermo 1/4 Zip (100€), Concurve 2.0 Thermo Tights (100€), Concurve 2.0 Thermo Tights Damen (100€), CONCURVE WINDSTOPPER® isolierte Weste Damen (200€) & Everyday Mid 1/4-Zip Damen (80€)


Einleitung

Nils: Die Laufsaison kennt keine Pause – und das gilt besonders für ambitionierte Läufer, die auch bei niedrigen Temperaturen und ungemütlichem Wetter nicht auf ihr Training verzichten wollen. Hier setzt Gorewear an und präsentiert mit dem ausgewählten Performance-Trio ein Bekleidungssystem, das speziell für die Herausforderungen der kalten Jahreszeit konzipiert wurde. Ingrid und ich durften die Kombination aus der Concurve WINDSTOPPER® isolierten Kapuzenjacke, dem Training Thermo 1/4 Zip und den Concurve 2.0 Thermo Tights testen. Alle drei Kleidungsstücke versprechen höchsten Komfort, maximale Bewegungsfreiheit und kompromisslosen Wetterschutz. Dieses Outfit wurde entwickelt, um Wärme effizient zu speichern und gleichzeitig überschüssige Feuchtigkeit schnell nach außen abzuleiten. Von der hochmodernen, isolierenden Außenschicht bis zur komfortablen Basis bietet Gorewear eine durchdachte Lösung, die darauf abzielt, Läufer auch unter windigen und kalten Bedingungen trocken, warm und leistungsfähig zu halten.

Ingrid: Die richtige Laufbekleidung ist im Winter das A und O. Zwar kann man unseren Sport problemlos ganzjährig ausüben, aber gerade in der kalten Jahreszeit kommt es darauf an, die passenden Schichten zu tragen – sonst wird’s schnell unangenehm. Gorewear entwickelt dafür seit Jahren speziell auf Winterbedingungen abgestimmte Laufklamotten, die genau eines sollen: auch bei Kälte für ein möglichst komfortables Laufgefühl sorgen.

Ich habe für dieses Review die Thermo Tights 2.0, die CONCURVE WINDSTOPPER isolierte Weste sowie den Everyday Mid ¼ Zip getestet. Wie die Teile sich geschlagen haben und ob sie halten, was sie versprechen, erfahrt ihr weiter unten.


Concurve WINDSTOPPER® isolierte Kapuzenjacke (270€)

Ausstattung


  • ePE WINDSTOPPER® by GORE-TEX LABS: Einsatz der neuen ePE-Membran für dauerhafte Winddichtigkeit bei zuverlässig hoher Atmungsaktivität.

  • PrimaLoft® Active Evolve: Adaptive Isolierung zur dynamischen Thermoregulation und Feuchtigkeitsableitung.

  • Ultraleichte Konstruktion: Optimierung des Wärme-Gewicht-Verhältnisses.

  • Recycelte Materialien: Signifikanter Anteil an recyceltem Nylon und Polyester in der Materialzusammensetzung.

  • Körpernaher Schnitt

  • 342 Gramm

  • Material:

    • Hauptstoff: 100% Nylon (recycled)

    • Panels: 56% Polyester (recycled) , 44% Polyester

    • Füllung: 100% Polyester (recycled)

    • Futter: 100% Nylon

  • Größen: XS, S, M, L, XL, XXL

  • Derzeit in vier Farben erhältlich (getestet: Purple Indigo)


Performance und Fazit

Nils: Die Concurve WINDSTOPPER® isolierte Kapuzenjacke wurde von GORE für kalte, aber zumeist trockene Wintertage entwickelt. Die neue ePE WINDSTOPPER®-Technologie hat während meiner Testläufe hervorragend funktioniert. Die innovative ePE-Membran hat den Windchill-Effekt bei jedem Wetter vollständig eliminiert, sodass Auskühlung beim Tragen der Jacke nie ein Thema war.

Ganz im Gegenteil - denn die PrimaLoft® Active Evolve Isolierung hält zuverlässig warm. Nach einem ersten Lauf bei gut 10° Celsius musste ich deshalb lange auf ausreichend kaltes Wetter warten, um die Jacke weiter auf Herz und Nieren zu testen. Für mich persönlich hat sie mit einem T-Shirt darunter bis gut 0 Grad bestens funktioniert. Mit dickeren oder mehreren Layern ist sie auch noch für deutlich kältere Temperaturen geeignet. Gestern Morgen war ich bspw. bei -3 Grad Celsius mit dem ebenfalls hier getesteten Training ¼ Zip unterwegs, den ich als Baselayer missbraucht habe und habe während 1,5 Stunden Grundlagentraining im niedrigpulsigen GA1 Bereich nie gefroren. Top!

Doch die PrimaLoft® Active Evolve Isolierung hält nicht nur zuverlässig warm, sondern ist dank ihrer adaptiven und elastischen Eigenschaften auch sehr atmungsaktiv. Das bedeutet, dass sich (laut Gore) die Isolierung dynamisch an die Intensität des Laufs anpasst und überschüssige Wärme sowie Feuchtigkeit schnell abgeleitet werden. Dadurch soll das Klima unter der Jacke auch bei hoher Anstrengung angenehm trocken bleiben. Ich hab ehrlich gesagt keine Intervalle auf der Laufbahn in der Jacke geballert, kann aber bestätigen, dass ich die Atmungsaktivität stets als angenehm empfunden habe - auch wenn ich zügiger unterwegs war. Und zur Not hilft der sehr gute Zweiwegereißverschluss für zusätzliche Belüftung zu sorgen.

Als einzigen Nachteil des Materialmixes habe ich den Einsatz bei (Dauer-) Regen empfunden. Es handelt sich eben nicht um eine dedizierte Regenjacke - das Material ist lediglich wasserabweisend. Nach gut einer Stunde im Regen hatte sich das Material dann gut voll gesaugt, was während des Laufs noch nicht wirklich störend war. Die Wärmeleistung nach dem Lauf war dann aber negativ beeinträchtigt. Zudem hat die Jacke am Ende gefühlt 1,5kg gewogen. Doch das will ich ihr alles gar nicht zur Last legen, denn dafür ist sie nicht gemacht.

Neben den tollen Materialien zeichnet sich die Concurve WINDSTOPPER® isolierte Kapuzenjacke durch Ihren Schnitt im athletischen Slim Fit aus, der für maximale Bewegungsfreiheit sorgt. Mein Sample der Größe M passt mir bei 188cm und 72kg gut. Die Jacke schränkt mich nicht ein, die Ärmel sind ausreichend lang. Der Torso ist eher auf der kürzeren Seite was mit darunter getragenem Baselayer nicht störend ist. Das hier mit getestete Training ¼ Zip Longsleeve schaut aber bspw. am Saum heraus und muss deshalb am besten in die Hose gesteckt werden. Die Kapuze der Jacke ist eng geschnitten und wärmt gut - so kann sie auch gut eine Mütze ersetzen.

Laufen im Winter ist oft eine Materialschlacht - man trägt Layer über Layer und kann sich bei täglichen Training vor Wäschebergen kaum retten. Dank der integrierten Isolierschicht in dieser Jacke kann man sich unter vielen Bedingungen eine Schicht und somit auch etwas Wäsche sparen. Außerdem sehe ich sie für mich persönlich als perfekte Jacke für Warmup und Cooldown rund um meine Intensiven Einheiten auf der Laufbahn. Insgesamt ist die Concurve WINDSTOPPER® isolierte Kapuzenjacke für mich ein tolles Kleidungsstück für jedwedes Training an kalten Wintertagen. Zudem sieht sie vor allem in der getesteten Farbe Purple Indigo in meinen Augen einfach nur hammer aus!


Training Thermo 1/4 Zip (100€)


Ausstattung


  • Gebürstetes Thermofleece: Weiches Material für Wärme und Tragekomfort.

  • Hoch atmungsaktives Gewebe: Effizientes Feuchtigkeitsmanagement und Schutz vor Überhitzung.

  • 1/4-Reißverschluss: Einfache und schnelle Temperaturregulierung.

  • Recycelte Materialien: Hoher Anteil an recyceltem Polyester im Hauptstoff.

  • Tolle, körpernahe Taschen: Eignen sich zum Transport von kleinen Gegenständen oder auch zum Händewärmen

  • Reflektierendes Logo an Brust und unterer Rückenpartie

  • Gewicht: 335 gramm

  • Material:

    • Hauptstoff: 91% Polyester (recycled) , 9% Elasthan

    • Futter: 100% Polyester

  • Größen: S, M, L, XL, XXL

  • Derzeit in vier Farben erhältlich (getestet: Amethyst Grey)


Performance und Fazit

Nils: Longsleeves mit Zip sind mein ganz persönlicher Favorit für das Wintertraining, da sie i.d.R. einen hohen, eng anliegenden Kragen mit sich bringen, der für zusätzlichen Schutz und Wärme sorgt. Gleichzeitig hilft ein solcher 1/4-Reißverschluss die Temperatur zu regulieren und kann je nach Tempo oder Wetterwechsel schnell und bequem geöffnet werden, um überschüssige Hitze abzugeben.

Das Training Thermo 1/4 Zip ist genau solch eine vielseitige Zwischenschicht für kalte Tage und mittlere bis hohe Intensität. Der gebürstete Thermofleece fühlt sich auf der Haut angenehm weich an und liefert eine hervorragende Grundwärme, ohne dabei zu beschweren. Besonders wichtig beim Lauftraining ist die hohe Atmungsaktivität des Materials. Während all meiner Läufe - selbst unter der ebenfalls getesteten Jacke - hat es den Schweiß stets zuverlässig von der Haut weggeleitet. So habe ich mich stets trocken gefühlt und bin nie in Gefahr geraten, durch angesammelte Nässe auszukühlen.

Der Schnitt ist relativ körpernah, aber noch weiter genug, um einen Baselayer darunter tragen zu können. Doch auch ohne Baselayer ließ es sich angenehm tragen, Reißverschlüsse und Nähte haben nicht gescheuert. Auch die Ärmel sind sind für meine 188cm Körpergröße lang genug und bieten Dank der Daumenschlaufen zusätzliche Wärme für die Hände.

Abgerundet wird das tolle Shirt durch reflektierende Details und seine praktischen Reißverschluss-Handwärmertaschen. Diese bieten neben ihrem namensgebenden Zweck außerdem sicheren Stauraum für Kleinigkeiten wie Schlüssel oder Gels.


Everyday Mid 1/4-Zip Damen (80€)


Ausstattung

  • Hochgradig atmungsaktives, elastisches Material mit feuchtigkeitsableitender Struktur am Rücken und leichter Isolierung

  • 1/4-Reißverschluss zur individuellen Regulierung der Körpertemperatur

  • Vielseitig einsetzbar für verschiedene Temperaturen – allein oder als wärmender Midlayer

  • Reflektierende Details

  • Gewicht: 234 gramm

  • 91% POLYESTER (RECYCELT) , 9% ELASTHAN


Der Everyday Mid ¼ Zip ist ein zuverlässiger Begleiter für kühlere Tage – ohne viel Schnickschnack, aber mit all dem, was man im Winter wirklich braucht. Das Material fühlt sich angenehm weich auf der Haut an und ist trotz seiner warmen Eigenschaften nicht übermäßig dick. Winter-Laufoberteile haben ja oft das Problem, dass sie sich entweder zu steif anfühlen oder zu warm werden. Hier schafft Gorewear einen guten Mittelweg, wenn auch keinen perfekten.

Obwohl die Größe mir eigentlich gut gepasst hat, habe ich mich in der Bewegungsfreiheit minimal eingeschränkt gefühlt. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, denn insgesamt performt der Everyday Mid ¼ Zip wirklich gut. Dank des Reißverschlusses lässt sich die Temperatur einfach regulieren – ganz geschlossen ist auch der Hals angenehm geschützt.
In Kombination mit einem T-Shirt darunter fand ich ihn im Bereich von 0 bis 5 °C ideal. Für wärmere Bedingungen wurde er mir schnell zu warm, und bei kälteren Temperaturen würde ich definitiv noch eine Weste oder einen dünnen Windstopper darüberziehen.


Offiziell wird der Pulli auch als Midlayer beworben. Das funktioniert prinzipiell, aber da er eher körpernah sitzt, könnte es je nach Schicht darüber etwas enger werden. Eine größere Größe wäre eine Option, allerdings mag ich Laufoberteile persönlich lieber gut anliegend – zu locker ist beim Laufen meist eher störend.

Die Farbe ist nicht nur schön, sondern auch perfekt fürs Laufen im Dunkeln, da sie gut sichtbar ist. Der Schnitt ist schlicht, aber ansprechend. Zusätzliche Details wie eine Schlüsseltasche oder Daumenschlaufen, wie sie Nils Modell hatte, fehlen hier – was ich aber nicht zwingend als Nachteil empfinde. Ich freue mich zwar immer, wenn ich bei Laufbekleidung versteckte taschen oder zusätzliche Funktionen finde, aber das ist definitiv kein muss.
Der ¼ Zip konzentriert sich auf das Wesentliche, und das macht er gut.


Fazit: Der Everyday Mid ¼ Zip ist ein hochwertiger, angenehm warmer und funktionsorientierter Winterpulli für Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Er bietet tolles Material, gute Isolation und ein ausgewogenes Tragegefühl – mit minimaler Einschränkung in der Beweglichkeit. Wer eine zuverlässige, unaufgeregte und stylische Midlayer-Option sucht, wird hier definitiv fündig. Nur wer viele Zusatzfeatures erwartet oder extrem viel Bewegungsfreiheit braucht, sollte eventuell zu einem anderen Modell greifen.

Concurve 2.0 Thermo Tights (100€)


Ausstattung


  • Kinetic Garment Design: Ergonomische Passform mit reduzierten Nähten für höchste Bewegungsfreiheit.

  • Gebürstetes Thermomaterial: Angenehme Wärme bei kühler und kalter Witterung.

  • Hochelastisches Material: Optimale Dehnbarkeit und Anpassung an die Muskulatur.

  • Strategisch platzierte Einschubtaschen: Sicherer, reißverschlussloser Stauraum an Oberschenkel und Bund.

  • Gewicht: 196 gramm

  • Material: 84% Nylon (recycled) , 16% Elasthan

  • Größen: XS, S, M, L, XL, XXL

  • Derzeit in drei Farben erhältlich (getestet: Black / Neon Yellow)


Performance und Fazit

Nils: Auf den Test der Concurve 2.0 Thermo Tights habe ich mich besonders gefreut, war doch schon das Vorgängermodell einer meiner Favoriten im letzten Winter. Auf den ersten Blick hat sich im direkten Vergleich auch gar nicht so viel getan. Wie schon im letzten Jahr sorgt das spezielle Kinetic Garment Design dafür, dass sich die Tights mühelos den Bewegungen des Körpers anpassen und in die optimale Richtung dehnen. Diese Designform minimiert zudem die Anzahl der Nähte und vermeidet so Reibung und Scheuerstellen, was besonders auf langen Strecken essenziell ist.

Das gebürstete Thermomaterial liegt super angenehm auf der Haut und liefert die nötige Wärme bei kalter Witterung. So wird die Muskulatur warm und leistungsbereit gehalten. Gore spricht von einem Design für kühle und kalte Witterung. Doch ich persönlich würde die Concurve 2.0 Thermo Tights als warm und deshalb nur für kalte Tage geeignet sehen. Um den Gefrierpunkt fühle ich mich in ihnen am wohlsten.

Trotz der thermischen Funktion bietet das hochelastische Material hervorragende Flexibilität. So kommt es, dass die Concurve Thermo Tights 2.0 trotz eines eher engen Schnitts super angenehm und sicher am Körper sitzen. Die integrierte Schnürung braucht man dank des tollen Sitzes im Prinzip gar nicht. Außerdem toll: Hatte ich mich im letzten Jahr noch über eine zu geringe Beinlänge beschwert, fällt mein Testmodell der Größe M in diesem Jahr perfekt aus. Danke GORE!

Ein praktisches Detail sind die strategisch platzierten Einschubtaschen am Oberschenkel und Bund: Sie bieten genügend Platz für ein Smartphone oder Gels und halten diese durch die enge Passform sicher und ohne Wackeln, was den Laufkomfort deutlich erhöht. Und der besondere Clou: Beide Taschen kommen ohne Reißverschluss aus und lassen sich so während des Laufs ohne anzuhalten bedienen. Vor allem die Smartphonetasche am Bein ist echt klasse - ich frage mich warum nicht jede Tights so eine haben?!

Insgesamt sind die Concurve Thermo Tights 2.0 ein absolutes Lieblingsteil und meine Go-To Tights, sobald es draußen kalt ist.

Ingrid: Auch ich habe die Thermo Tight 2.0 getestet – anders als Nils hatte ich allerdings noch keine Erfahrung mit dem Vorgängermodell und war deshalb umso gespannter, was die Hose zu bieten hat.

Was das Material angeht, kann ich Nils voll und ganz zustimmen: Die Tight sitzt super angenehm auf der Haut, und obwohl sie für kalte Temperaturen entwickelt wurde, ist der Stoff weder übermäßig dick noch einengend. Sie fühlt sich eher wie eine zweite Haut an und reguliert die Körpertemperatur wirklich hervorragend. Ich habe sie bei Temperaturen zwischen –3 °C und +10 °C getragen und fand sie in allen Situationen absolut angenehm.

Mit der Passform bin ich leider nicht ganz so glücklich. Ich habe bei Lauftights – besonders bei Modellen für Frauen – immer wieder das Gefühl, dass sie entweder an den Beinen oder an der Hüfte nicht richtig sitzen. Anatomisch sind die Unterschiede von Frau zu Frau größer als bei Männern, und vielleicht ist es daher schwieriger ein Design zu finden, das für alle passt, aber ich würde mir dennoch wünschen, dass Sportbekleidungshersteller den Dreh so langsam raus haben. Bei dieser Hose (Größe S) saßen die Waden sehr eng, die Oberschenkel perfekt, und der Bund war dagegen deutlich zu locker. Für meine recht „klassische Läuferinnen-Figur“ ist das aus meiner Sicht eher ungewöhnlich.

Schon das Reinschlüpfen war etwas mühsam, weil die Hose an den Waden sehr eng anliegt. Beim ersten Lauf hatte ich sie nicht weit genug hochgezogen, wodurch sie – in Kombination mit dem lockeren Bund – ständig nach unten rutschte. Zum Glück hat der elastische Bund eine zusätzliche Schnürung, die das etwas abfedert. Beim zweiten Versuch hatte ich dann den Trick raus: Hose weit genug hochziehen, sodass sie eher wie eine ⅞-Tight sitzt, und oben ordentlich festziehen. Damit ließ sich das Rutschen deutlich reduzieren. Trotzdem landete der Bund nach 10–15 Minuten immer unter dem Bauchnabel – und das finde ich insbesondere im Winter eher unangenehm. Für lockere Läufe geht das noch, aber für Tempoeinheiten wäre mir das definitiv zu störend.

Liegt es an der Größe? Vermutlich nicht: Eine Nummer kleiner hätte die Waden noch enger gemacht und eine Nummer größer den Bund noch weiter.

Sehr positiv hervorheben möchte ich allerdings die Taschen: Sowohl am Bein als auch am Rücken gibt es Stauraum, und in beide passt sogar ein Handy – ohne zusätzliches Rutschen oder Schlabbern.

Optisch ist die Hose ebenfalls ein Highlight. Ich habe die Schwarz-Gelb-Variante getestet, die nicht nur stylisch aussieht, sondern durch die hellen Elemente auch super für Läufe im Dunkeln geeignet ist.

Fazit: Technisch ist die Thermo Tight 2.0 wirklich stark, gerade was Material, Wärmeleistung und Features wie die Taschen betrifft. Bei der Passform sollte man sie jedoch unbedingt vorher anprobieren – für mich persönlich war sie nicht ideal.


CONCURVE WINDSTOPPER® isolierte Weste Damen (200€) 


Ausstattung


  • ePE WINDSTOPPER® Liner by GORE-TEX LABS

  • Luftdurchlässiges Außenmaterial

  • PrimaLoft® Active Evolve Isolierung

  • Adaptive Isolierung

  • Leichtes Gewebe aus recyceltem Nylon

  • Absolut winddicht

  • Zuverlässig atmungsaktiv

  • Gewicht: 185 gramm

  • HAUPTSTOFF: 100% NYLON (RECYCELT) PANELS: 56% POLYESTER (RECYCELT), 44% POLYESTER Füllung: 100% POLYESTER (RECYCELT) FUTTER: 100% NYLON


Von den drei getesteten Teilen war die Weste definitiv mein Favorit. Westen habe ich erst vor Kurzem für mich entdeckt, aber für mich sind sie im Winter ein echter Gamechanger: Sie halten genau an den richtigen Stellen warm, ohne dass man überhitzt. Die CONCURVE WINDSTOPPER isolierte Weste ist extrem leicht und wirkt zunächst überraschend dünn, bietet aber dank des Innenfutters eine hervorragende Windabschirmung und genau das richtige Maß an Isolierung.

Sie sitzt angenehm locker, ohne zu weit zu sein oder herumzuflattern. Dadurch lässt sie sich problemlos über mehreren Schichten tragen, ohne einzuengen – und wirkt trotzdem noch schön figurbetont. Ein weiterer Unterschied zu meinen anderen Westen ist die etwas längere Passform. Optisch hat mich das zuerst irritiert, funktional ist es aber ein klarer Vorteil: Die zusätzliche Länge hält die Körpermitte spürbar wärmer, weil kaum kalte Luft hineinströmen kann.

Auch die Ausstattung ist gut durchdacht. Auf beiden Seiten gibt es große Reißverschlusstaschen, die viel Platz bieten. Für schwere Gegenstände eignen sie sich weniger, da diese beim Laufen zu stark hüpfen würden.

Zum Verstauen von Handschuhen oder einzelnen Schlüsseln sind sie aber ideal. In der rechten Tasche befindet sich zudem ein kleines Zusatzfach mit Gummizug. Den Zweck habe ich allerdings nicht ganz verstanden: Mein Schlüssel ist dort recht schnell herausgerutscht und landete wieder in der großen Tasche – was jedoch kein echtes Problem war.

Der Reißverschluss der Weste geht nicht besonders hoch, daher braucht man für ausreichenden Halsschutz definitiv eine Schicht mit Kragen darunter.

 Praktisch ist jedoch, dass der Zipper sich von unten öffnen lässt – perfekt, wenn man unterwegs etwas mehr Belüftung braucht, ohne die ganze Weste aufzumachen.

Fazit: Leicht, funktional und warm an genau den richtigen Stellen: Die CONCURVE WINDSTOPPER Weste ist ein hervorragender Begleiter für den Winter. Sie kombiniert effektiven Windschutz, angenehme Passform und eine durchdachte Länge mit einem sportlich-figurbetonten Look. Für alle, die beim Winterlauf den perfekten Mittelweg zwischen „zu kalt“ und „zu warm“ suchen, ist diese Weste eine absolute Empfehlung.


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Tester


Ingrid Zasa: Ich bin 29 Jahre alt, halb Italienerin, und habe bis zu meinem 19. Lebensjahr die Straßen von Mailand laufend erkundet. Zum Studium bin ich nach Mannheim gezogen, wo ich seitdem im Leichtathletikverein aktiv bin.

Wie viele andere auch, habe ich im Kindesalter viele verschiedene Sportarten ausprobiert, bevor ich mit 12 zur Leichtathletik fand. Ich begann auf der Mitteldistanz, doch nach und nach reizten mich längere Strecken.

Heute laufe ich vor allem Langstrecke und habe in den letzten zwei Jahren für meine vier Marathons trainiert – dabei konnte ich auch meine persönlichen Bestzeiten auf den kürzeren Strecken verbessern (5 km: 19:37 min - 10 km: 40:18 min - HM: 1:30:27). Mein letzter Marathon war im September der in Berlin, wo ich dank der tollen Atmosphäre nach 3:18:49 ins Ziel kam.

Nils Scharff

Ich bin 35 Jahre jung, gebürtig aus Kassel, verheiratet mit einer wunderbaren Ehefrau und mache seit mittlerweile 7 Jahren Heilbronn und seine umliegenden Weinberge laufend unsicher. Ich habe schon mein ganzes Leben lang alle möglichen Sportarten betrieben, oft 5-7 Mal die Woche. Neben dem Laufen sind seit einigen Jahren das Klettern und Bouldern meine Sportarten. Als Läufer sehe ich mich noch gar nicht so lange. Begonnen hat alles mit einem Firmenlauf, in den ich nicht ganz unvorbereitet starten wollte. Ab dem Punkt habe ich einfach nicht mehr aufgehört. In 2017 waren es „nur“ knapp 1000 Laufkilometer, in 2018 das Doppelte, 2019 schon das Dreifache. Wichtig während all dieser Kilometer sind mir, egal ob auf Trail oder Straße, vor allem das Abschalten und die Bewegung in der Natur. Auf dem Laufband oder mit Kopfhörern werdet ihr mich nur sehr selten antreffen. Ich bin in der Zwischenzeit elf Marathons gelaufen, die PB von 2:40:05h habe ich letztes Jahr in Berlin aufgestellt. Im Wettkampf laufe ich grundsätzlich alle Distanzen von 5km (16:15 min), 10km (33:09 min) über Halbmarathon (1:15:29 h) bis eben zum Marathon.



Die Kleidungsstücke, die Grundlage dieses Tests sind, wurden uns von GOREWEAR kostenlos zur Verfügung gestellt. Die dargestellten Meinungen sind unsere eigenen.


Wir freuen uns über Kommentare und Fragen in der Kommentarrubrik.

Um bestmöglich auf eure Fragen einzugehen, nennt nach Möglichkeit euer Laufpensum, Geschwindigkeiten, Renndistanzen und eure aktuellen Schuhe.


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